Watzlawick EhrenringArchiv

Zitate

Hier finden Sie Zitate von den Juroren, Medien und Paul Watzlawick selbst.

Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein:

Auf Befehl etwas spontan zu tun, ist ebenso unmöglich, wie etwas vorsätzlich zu vergessen oder absichtlich tiefer zu schlafen. 

Paul Watzlawick, Vom Schlechten des Guten:

Auf einmal war es ihm klar, dass die Suche der einzige Grund des bisherigen Nichtfindens gewesen war; dass man da draußen in der Welt nicht finden und daher nie haben kann, was man immer schon ist. 
Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein:

Die Prophezeiung des Ereignisses führt zum Ereignis der Prophezeiung. 

Paul Watzlawick, Die erfundene Wirklichkeit:

Nur wenn eine Prophezeiung geglaubt wird, das heißt, nur wenn sie als eine in der Zukunft sozusagen bereits eingetretene Tatsache gesehen wird, kann sie konkret auf die Gegenwart einwirken und sich damit selbst erfüllen. 

Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein:

Rache ist eine Handlung, die man begehen möchte, wenn und weil man machtlos ist: Sobald aber dieses Gefühl des Unvermögens beseitigt wird, schwindet auch der Wunsch nach Rache. 

Paul Watzlawick, Kurzzeittherapie und Wirklichkeit:

Umdeuten ist eine Therapietechnik, die die Tatsache verwendet, dass alle "Regeln", alle Wirklichkeiten zweiter Ordnung relativ sind, dass das Leben so ist, wie du sagst, dass es ist.

Paul Watzlawick, Vom Schlechten des Guten:

Wenn wir zu allen Stunden grausige Geschehnisse mitansehen und mitanhören müssen, so verlieren wir schließlich, selbst die von Natur Zartesten unter uns, durch die ständige Folge der quälenden Eindrücke, jegliches Empfinden für Menschlichkeit. 

Paul Watzlawick, Vom Schlechten des Guten:

Wer das summum bonum will, setzt damit auch schon das summum malum.

Univ. Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt:

"Aleida Assmanns Arbeit war wesentlich für die Erkenntnis, dass es nicht eine – eine einzig richtige – Geschichte des Nationalsozialismus, eine Geschichte des Krieges, eine Geschichte von Verfolgung und Widerstand, eine Geschichte der Nachkriegszeit, der Wiederaufbauzeit, etc. gibt, sondern generationsbezogene Erlebnis-, Erinnerungs- und Verdrängungszusammenhänge, die in einem geschichtspolitischen Prozess – einer Aushandlung – miteinander kommuniziert werden."

Univ. Prof. Dr. Ulrich Körtner:

"Assmanns Arbeiten zur Kulturanthropologie, zu den Themen des kulturellen Gedächtnisses, zu Erinnern und Vergessen leisten einen wichtigen Beitrag nicht nur zum interdisziplinären Gespräch, sondern auch zur gesellschaftlichen Verständigung über die Bedeutung von Erinnerungskulturen für Identität und Verständigung."

Helmut A. Gansterer, Schriftsteller und Journalist:

"Als Glückspilz hatte ich die Ehre, Prof. Paul Watzlawick auf seinen Heimat-Tourneen als Moderator zu dienen. Dementsprechend entzückt mich die noble Ambition der Ärztekammer, das Andenken des großen Österreichers zu bewahren, der in den USA zu Weltruhm kam.

Der „Watzlawick-Ring“ geht 2009 an Aleida Assmann. Ich begrüße die Entscheidung der Jury. Frau Professor Assmann erhellt uns in bester Watzlawick-Tradition mit wissenschaftlicher Genauigkeit, zugleich schöner, gläserner, verständlicher Sprache einige vermeintlich dunkle Themen. Am besten, ich empfehle gleich zwei ihrer Bücher, die  ihr soziologisches Terrain abstecken. Das eine heißt „Der lange Schatten der Vergangenheit,“ Untertitel: Erinnerungskultur und Geschichtspolitik. Das andere heißt „Erinnerungsräume,“ Untertitel: Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. Auf die Frage, welches der beiden Bücher, die bei C.H.Beck erschienen, man kaufen sollte, kann es nur eine Antwort geben: beide, sie ergänzen einander prächtig.
Ich erlaube mir noch eine persönliche Bemerkung: angenehm und bezaubernd, mit welcher Wärme Aleida Assmann, die an der Uni Konstanz Anglistik und Literaturwissenschaften lehrt, über ihre Wiener Studenten spricht, die sie im Zuge einer Sir Peter Ustinov – Gastprofessur an der Uni Wien kennen lernte."

Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini:

„Die Wirtschafts- besser die Vertrauenskrise, die wir zurzeit erleben unterstreicht die Forderung von Frau Dr. Aleida Assmann, dass „Aktuelle Wertkonflikte und konträre Denkstile in der Gesellschaft sollen entlang der Bruchlinien von Generationen verfolgt werden.“

Dr. Gabriele Zuna-Kratky:

"Aleida Assmann, weil sie als renommierte Literatur- und Kulturwissenschaftlerin im Rahmen ihrer vielfältigen Forschungsschwerpunkte wie der Untersuchung der Entstehung eines kulturellen Gedächtnisses oder der Archäologie der literarischen Kommunikation Themen bearbeitet, die auch in Paul Watzlawicks Werk einen zentralen Stellenwert hatten. Assmanns wissenschaftliche Bedeutung kommt auch durch ihre Mitgliedschaft in mehreren Akademien der Wissenschaften (z.B. ÖAW) zum Ausdruck."

Dr. Johanna Rachinger, Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek:

„Das von Aleida Assmann in den letzten Jahren entwickelte Konzept eines kulturellen Gedächtnisses und der konstitutiven Funktion von Erinnern und Vergessen in Gesellschaften hat einen wesentlichen Beitrag zur aktuellen historischen wie auch gesellschaftspolitischen Diskussion geleistet. Nicht zuletzt fällt damit auch ein neues Licht auf die gesellschaftliche Funktion und das Selbstverständnis von Gedächtnisinstitutionen.“

Univ. Prof. Dr. Manfred Wehdorn, TU-Wien Fakultät für Architektur und Raumplanung:

Wer sich fragt, warum wir den "Watzlawick Ehrenring" an Aleida Assmann verliehen haben, 
der lese Ihr 2006 erschienenes Buch "Der lange Schatten der Vergangenheit:
Erinnerungskultur und Geschichtspolitik".

"Die Welt", 17.02.2007:

"Zu fragen sei danach, in welchen Gesten und Ritualen sich die Deutschen mehr als 60 Jahre nach dem Holocaust einem Trauma stellen, das im emphatischen Sinne nicht erinnerbar ist. Assmann spürt individuellen und kollektiven Konstruktionen dieser Vergangenheit nach, die nicht vergehen will. (...) Wer begreifen möchte, warum Schlussstrich-Debatten in Deutschland auf Dauer unangemessen sind, möge dieses erhellende Buch lesen."

"Frankfurter Rundschau", 11.12.2007:

Aleida Assmann misst in ihrem jüngsten Buch den kollektiven Puls unserer Zeit, indem sie den Verschiebungen im deutschen Geschichtsbewusstsein seit der Wende nachspürt. Ob sich mit der deutschen Geschichte wieder Staat oder Nation machen lässt, ist eine Frage, die die Autorin in Auseinandersetzung mit kulturkonservativen Kritikern wie Karl- Heinz Bohrer und prozessorientierten Philosophen wie Hermann Lübbe diskutiert. Mit gewohnter Souveränität beleuchtet Assmann ihr Thema in zwei großen thematischen Blöcken. (...) Mit diesem Plädoyer für eine pluralisierte Geschichtsauffassung beendet Assmann eine Studie, die ein weiterer wichtiger Baustein ihrer andauernden Arbeit am deutschen Gedächtnis ist."